Unfreundliche Kunden

Erstaunlicherweise muss ich immer wieder feststellen, dass Höflichkeit wirklich nicht selbstverständlich ist.

Ein paar Standartsituationen als Beispiel:

 

*Kunde kommt in den Laden, Augen starr auf die Ware gerichtet. Kein Blick oder gar ein Hallo in meine Richtung. Bei einem Hallo von mir kommt: „Ich bekomme 3 Brötchen!“.

* Ich stehe hinten, mit dem Rücken zum Kunden und erledige einige Aufgaben, wie spülen beispielsweise. Der Kunde kommt reingeschlichen. Kein Hallo, kein nix… Kann ich also auch so nicht hören, wenn ich nebenbei selber noch Geräusche mache. Nach kurzer Zeit wird dann unauffällig gehustet, Kleingeld lautstark gezählt oder ähnliches. Nur die wenigsten kommen auf die Idee einfach mal Hallo zu sagen, selbst wenn sie mich sehen.

*Beispiel 3: Ich stehe nicht sichtbar hinten und erledige besagte Extraaufgaben. Für den Kunden nicht sichtbar aber dennoch deutlich hörbar. Gleiches Resultat wie oben. Nette aktuelle Beispielsituation vor einigen Wochen. Erste Kundin des Tages, es ist kurz vor 7, Ladenöffnung. Tür war dennoch auf, Kasse musste noch gezählt werden. Ich also deutlich vernehmbar am Geld zählen… Kundin schlecht rein, ich beeile mich, weil ich sie schon draußen warten sah. Sie steht keine 2 Minuten da, Geldzählgeräusche deutlich vernehmbar, bis kommt: „Kommen sie heute auch nochmal nach vorne?!“ Keine Begrüßung vorher, nichts. Es war nichtmal eine Minute nach 7! Habe dann freundlich zurück gerufen, dass ich grade die Kasse einzählen muss und sobald ich fertig bin natürlich komme… Wer war bis dahin genauso schweigend wieder abgerauscht? Die Kundin.

 

Ich „bekomme“ finde ich generell sehr unhöflich. Ich hätte gerne, ich möchte, lauter Dinge die nicht klingen wie „Los, ich hab da ein Anrecht drauf, du dummer kleiner Kassierer!“

 

So, mal wieder gemotzt 🙂 

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4 Kommentare zu “Unfreundliche Kunden

  1. dafür find ich so ne türbimmel gar nich so schlecht. – oder ihr holt euch n papagei der immer „palim palim“ sagt! ^^

    aus kundensicht nervt mich z.b. dieses hier beim bäcker (ne ostdeutsche kette) immer übliche nachgefrage ob man nicht noch was möchte.
    sicher, ab und an sagt man doch, „ach, klar, ich nehm noch das und jenes“. aber auf dauer aggressionspotenzialschürend! ^^

    • Das kann ich nachvollziehen, das geht mir auch so. Wenn ich merke, der Kunde möchte nichts mehr (Geld liegt schon da, er hat wirklich nur dieses eine Brot gesagt) dann frage ich gar nicht erst. Aber meistens ist sich der Kunde bis zum Schluss unsicher. Son Stückchen Torte verlockt natürlich auch 😉

  2. Daniel sagt:

    Ich muß zugeben das ich wenn die Verkäufer/in.Irgend wo hinten was an machen ist auch nicht Hallo sage. Wir ist es unangenehm durch den ganzen Laden zurufen.

    • Unser Laden ist sehr klein, da reicht ein leises Hallo 😉 Aber mal im ernst: Ich kann das verstehen wenn ein Kunde zum ersten Mal kommt, aber nicht wenn ich schon 5 Mal gesagt habe ich stehe hinten, man soll einfach hallo sagen.
      Noch weniger versteh ich, wenn der Kunde durch den Laden rufen kann, ob jetzt endlich mal wer kommt, aber das freundliche Hallo nicht über seine Lippen kam.
      Oder wenn man mich sogar sehen kann und merkt, dass ich spüle oder ähnliches, und grade die Tür im Rücken habe, und es nicht sehe.

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