Vorratslagerung

Eine „Stammkundin“ kommt regelmäßig unregelmäßig alle paar Wochen. Stammkundin in „“ weil sie fast nie etwas kauft.

Das ganze ereignet sich jedes mal wie folgt:

Sie kommt rein und guckt an der einen Stelle wo „ihr“ Brot liegt. Sieht das es nicht da ist. Stellt sich in die Schlange. Kommt dran. Ich ahne schon was kommt, frage aber trotzdem: Was darf es denn sein? Sie antwortet: Das Brot der Essener in Klein bitte.

Ich: Tut mit Leid, dass ist leider schon weg.

Sie: Warum?

Ich: ähm, weil das schon ausverkauft ist und wir hier leider selber nicht backen.

Ja, aber warum bestellen sie dann nicht mehr?

Weil wir grade im Reformhaus nichts weg schmeißen möchten und daher nur so viel Brot bestellen, wie wir bis Abends verkaufen.

Ja, aber das Brot wird doch scheinbar oft verkauft, sonst wäre es doch nicht weg!

Blick ins Regal zeigt mir, dass um diese Uhrzeit schon 80% aller Brote verkauft sind, und heute sicher noch etwas über bleiben wird, weil Abends eher weniger gekauft wird.

Ich: Leider können wir ja nicht wissen wie oft genau dieses Brot heute gekauft wird. Manchmal bleibt es über und manchmal ist es schon morgens weg. Wenn sie wissen, dass sie genau dieses Brot kaufen möchten können sie es bis einen Tag vorher vorbestellen, das geht hier und per Telefon. Und wenn sie nur spontan können, dann können sie auch tagsüber anrufen und es sich für Abends zurück legen lassen.

Sie: Nein, das ist mir nicht spontan genug.

Ich: …

(und dann kam einmal der Satz, der das Spiel für mich jedes Mal sehr komisch aussehen lässt)

Sie: Ich komme wegen dem Brot immer extra von weiter weg und Sie haben es nicht hier.

Ich verstehe das einfach nicht. Selbst über Telefon kann man in 30 Sekunden dieses Brot zurück legen lassen, aber sie tut es nicht. Sie will sich nichtmals die Nummer aufschreiben. Und JEDES Mal gibt es diese Diskussion, in der sie dann auch wirklich aggressiv und unhöflich wird.

Sie möchte auch nicht die Hälfte vom großen Brot oder ein ähnliches.

Habt ihr Vorschläge?

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5 Kommentare zu “Vorratslagerung

  1. Little Feller sagt:

    Ich habe eine Zeit lang im Einzelhandel gearbeitet und bin irgendwann zu dem Schluss gekommen, dass manchen Leuten einfach nicht zu helfen ist, weil sie selbst nicht wissen, was sie wollen.
    Deswegen würde ich der Dame einfach sagen, dass sie die genannten Optionen hat und wenn sie diese ignoriert, kein Anspruch auf irgendetwas hat. Gerade wenn sie unhöflich wird, habe das auch mit Kunden gemacht die echt nett waren aber man kann sich nicht ewig mit einem Kunden beschäftigen, wenn man weiß das nix bei rumkommt.
    Etwas schöner verpackt vielleicht 😀

  2. Erstmal Willkommen auf meinem noch winzigen Blog 🙂

    Mittlerweile hat sie sich die Nummer geben lassen, ein Anruf kam aber immer noch nicht. ^^

  3. visitenkarte in die hand drücken, lächeln, „für den fall der fälle, der nächste bitte“ 😀

  4. Daniel sagt:

    Ich finde gut das man nicht zu viel auf vorrat Bestellt.
    Meine Meihnung ist wenn der Kunde 5 min vor Ladenschluss kommt und sein Lieblings Brot nicht da ist hat er Pech gehabt.
    Wenn ich (ich arbeite in einer größern Bäckerei) sehe was bei uns von
    den Filialen zurück kommt nur weil man den Kunden alles Sorten bis zum Ende anbieten möchte,besonders wenn Feiertage sind,bekomme ich fast das Heulen.

    • Erstmal herzlich Willkommen und Danke für die Kommentare 🙂

      Ich finde es auch echt unverschämt, es gibt schließlich genug genug Möglichkeiten, auch noch 3 Minuten vor Ladenschluss genau sein Lieblingsbrot zu bekommen. Aber anrufen oder gar vorbestellen ist ja nicht spontan genug…

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